Am vergangenen Sonntag war es dann endlich soweit und meine lang geplante Freisinger Hundeschnitzeljagd fand statt. Um ehrlich zu sein, nach außen hin wirkte ich vielleicht entspannt, aber ich war voll aufgeregt. Schließlich war es das erste Mal, dass ich so etwas organisiert hatte und der Wunsch, alles möge halbwegs gut ablaufen, war groß!

Björn und ich waren am Morgen schon zeitig auf der Plantage, was eigentlich ein Waldgebiet mit Trimm-Dich-Pfad, Walderlebnisweg und Spielplätzen ist, eben das Naherholungsgebiet der Freisinger. Wir, und natürlich Mailo, liefen die Strecke ab, brachten die Hinweise an den entsprechenden Stationen an und versteckten die Schatzkiste.

Kurz vor 11 Uhr trudelten die ersten Teilnehmer und die Presse ein. Die Fotographin vom Freisinger Tagblatt, versuchte das perfekte Foto zu schießen, was aber gar nicht so einfach war, wenn man viele Hunde, die aufgeregt waren, auf einem Foto haben will. Während wir noch in die Kamera lächelten kamen auch auch die letzten Vierbeiner mit ihren Besitzern an und wir waren tatsächlich komplett. Ich konnte das eigentlich gar nicht fassen, weil es kommen ja in der Regel nie alle, aber es waren alle da!

Nachdem dem Fotoshooting mit der Presse, verteilte ich die Wissensfragen für die Besitzer und den Willkommenszettel, auf dem mein Hund Mailo sich kurz vorstellte, denn er würde die Schnitzeljagd anführen. Dann gab es auch schon den Umschlag, in dem der erste Hinweis steckte: „Leute, ich kann euch sagen, ich hasse dieses Geräusch und ich finde, dass das verboten werden sollte. Ich kann eh nicht verstehen warum, die Menschen das machen. Ich heb da gerne mein Bein dran. Die sollten das einfach lassen – für mich, zum Bein heben.“ Dazu ein Foto mit einem Ausschnitt von einer Kettensäge. Diese Abbildung führte die Teilnehmer nun zu einer Informationstafel über Waldarbeiten, wo schon der nächste Hinweis wartete: „Die Menschen sind schon echt komisch, stellen einfach so Sachen auf und nennen das Kunst. Ich brauche keine Kunst, aber ich brauche das, wo es drin steht, besonders an heißen Tagen im Sommer.“ Auf dem Foto befand sich eine im Wasser stehende Libelle.

Und so ging es anhand von Bilderrätseln von Station zu Station, manchmal waren die Hinweise etwas ernster, wie z.B. das der Hund nicht jagen soll und auf Spielplätzen oft nicht erlaubt ist – „Wie schon angedeutet, auf diesen Plätzen für die kleinen Zweibeiner, bin ich nicht so gerne gesehen. Das ist mir jetzt aber gerade egal, wir huschen ganz schnell geradeaus da drüber und dann habe ich plötzlich einen Duft in der Nase – hm? Riecht ihr das auch? Eigentlich soll ich die Wege ja nicht verlassen, aber dieser Duft… ich guck mal kurz. Ihr auch?“ – und manchmal etwas lustiger, wie z.B. die Suche von Mailo nach dem perfekten Baum „Und dann suchen wir einen ganz bestimmten Baum! Ihr wisst ja wie das ist – na gut, die Frauen vielleicht nicht so – aber der Baum muss stimmen. Sonst hebe ich da nicht mein Bein. Der brauch so, wie soll ich sagen, der brauch das gewisse etwas. Jungs, ihr wisst schon was ich meine!“

Zwischendurch war immer wieder Platz und Zeit für die Fellnasen zum toben, rennen und spielen, was sie auch alle ausgiebig taten. Es ist einfach unfassbar schön, wenn viele Hunde, die sich nicht kennen, aufeinander treffen und es einfach funktioniert!

Am Ende der Strecke, gab es die letzten Hinweise, die zur Schatzkiste führten. Ein Schatz muss natürlich mitten im Wald versteckt sein, deswegen waren die Hinweise hier zwar schon eindeutig, aber nicht ganz so leicht zu finden. Ich musste mich ordentlich bemerkbar machen, denn fast wären alle dran vorbei gelaufen. Aber zum Glück haben wir den Schatz dann doch noch gefunden, und da alle Hund toll und einzigartig sind, gab es auch keinen einzelnen Gewinner, sondern für jeden ein Spielzeug und Leckerchen.

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und auch das Feedback, was ich bekommen habe, war durch und durch positiv. Dennoch würde ich das nächste Mal – und das wird es ganz bestimmt geben – doch lieber 2 kleinere Gruppen machen, als eine große. Mit 12 Hunden und 20 Menschen war es doch eine ziemlich große Gruppe, die sich teilweise ganz schön auseinander gezogen hat und ich bin mir nicht so sicher, ob die die hinten waren, auch immer alles so mitbekommen haben. Das mit den Wissensfragen für die Besitzer war an sich auch eine gute Idee, nur hatte ich eigentlich gedacht, dass an jeder Station eine Frage beantwortet wird, aber das war bei so vielen dann nicht möglich. Am Ende löste jeder die Wissensfragen für sich. In der Schatzkiste waren dann die Lösungen und es konnte kontrolliert werden, was richtig und was falsch war. Es war auch nicht so gedacht, dass ich die Zettel einsammle und bewerte oder so, es sollten einfach interessante Fragen sein und es war sicher für jeden eine neue Erkenntnis dabei.

Vielen Dank auch nochmal an die Sponsoren der Hundeschnitzeljagd!

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