Der Dackel boomt. Oder besser gesagt die Dackelzucht boomt. Dackel, Teckel, Dachshund. Das ist in etwa das gleiche und bezeichnet diese kleinen Würstchen mit den kurzen Beinchen. Extrem kurzen Beinchen. Vor ein paar Jahren, sollte ich in der Mathe Vorlesung ausrechnen, wie lang so ein Dackel maximal sein darf, bevor er durchbrechen würde. Das Ergebnis weiß ich nicht mehr, aber immer wenn ich einen Dackel sehe, muss ich an diese Vorlesung denken. Ich bin sozusagen geprägt. Geprägt auf Dackel und die Vorstellung, dass dieser durchbrechen könnte.

Der mit dem Dackelblick

Die jährliche Anzahl der Welpen ist auf Wachstumskurs. Alle wollen einen Dackel haben. Und das ganz von alleine, ohne einen Disney Film. Wird dieses kleine Würstchen auf vier Beinchen etwa ein neuer Modehund? Stellt sich die Frage, wie hat er das geschafft? Ganz ohne „Babyface“? Sondern mit spitzer Schnauze? Das Zauberwort heißt: Dackelblick. Der Dackel braucht kein „Babyface“, er besticht mit seinen Augen. Dieser Blick, der bei uns alles erlaubt. Wirklich alles. Folglich schläft der Dackel im Bett, sitzt auf der Couch und bekommt vom Tisch. Gegenwehr ist zwecklos. Ich sag nur Dackelblick…

Dackelblick

Wer sind diese Dackelhalter? Ganz klar. Jäger und Förster – und Opa’s. Ein Dackel hat Charakter und wenn er nicht will, dann will er eben nicht. So kommt es, dass man nicht selten den Opa durch die Stadt laufen sieht, an einer Leine das kleine Würstchen hinterher ziehend. So ein Dackel kann wirklich richtig stur sein. Auch hier hilft ihm der Dackelblick. Mit großen Augen starrt er seinen Besitzer an, stemmt sich mit alle Kraft gegen die Leine, zwinkert nochmal, stöhnt leise… also gut, wir drehen um und gehen nach Hause. So funktioniert das mit dem Dackelblick.

So ein Dackelleben

Zu Hause angekommen, stürmt das Würstchen als erstes durch die Haustür um direkt das Sofa einzunehmen. Kurz darauf fährt ein Krankenwagen vorbei und das Ta-Tü-Ta-Ta Geräusch dringt bis in die Wohnung. Der Dackel stürmt an das Fenster und fängt an zu bellen. Ta-Tü-Ta-Ta bedeutet schließlich Alarm und der muss weitergegeben werden. Während er noch am Fenster steht, sieht er aus den Augenwinkeln sein Herrchen mit der Zubereitung des Mittagessens. Ein günstiger Augenblick um in der Küche eine Vorspeise abzustauben. Taps, Taps. Dackelblick. Kurz mal stöhnen. Dackelblick. Zwinkern. Ah! Lecker! Zurück auf das Sofa.

Es klingelt! Alarm! Wau wau wau! Oh, der Postbote – den hat das Würstchen so richtig gern. Sein Herrchen weiß das natürlich und lässt ihn im Wohnzimmer zurück. Aus dem der Dackel natürlich weiter Alarm schlägt. Kurz darauf gibt es Mittagessen. Der Dackel sitzt aufmerksam neben seinem Herrchen. Und starrt. Mit dem Dackelblick. Ab und an fällt etwas herunter. Danach gibt erst einmal einen Mittagsschlaf – wohlverdient! Nach der Aufregung!

Am Nachmittag steht ein Waldspaziergang an. Das findet der Dackel prima! Hier gibt es allerhand Getier, welches man jagen könnte. Könnte wohlgemerkt. Wäre da nicht die Leine. Aber immerhin, besser als der Ausflug in die Stadt. Auch hier im Wald bestimmt der Dackel weitestgehend die Richtung. Immer voran bestimmt der kleine stämmige Hund, wo es lang geht. Sollte Herrchen doch einen anderen Weg einschlagen wollen, hilft was? Genau, der Dackelblick!

Dackelblick


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