Heute möchte ich das Thema Hundefutter aufgreifen. Ein sehr sensibles Thema. Ein Thema, welches die Hundegemeinschaftet spaltet. Trockenfutter? Nassfutter? Barfen? Essensreste? Oder doch selber kochen?

Ich stelle es mir schrecklich vor, Hundehalter Neuling zu sein, weil man wahrlich erschlagen wird mit Fütterungsmethoden und Hundefutter in allen möglichen Variationen. Am Ende ist es dann doch so – egal wie man es macht – dass jede Methode seine Vor- und Nachteile hat. Für den Hundehalter gibt es meist ein paar ausschlagebende Faktoren, die über die Fütterung des Hundes entscheiden. Wer zeitlich eingeschränkt ist und aus der Fütterung keine Wissenschaft machen möchte, greift auf Fertigfutter zurück. Wer sich mit dem Thema Fütterung intensiver auseinandersetzen kann und will, eine Bezugsquelle für Fleisch hat, der barft meist. Wichtig ist außerdem die Art des Hundes: Ein Welpe benötigt anderes Futter, als ein erwachsener Hund oder gar ein Senior. Ein „Sporthund“ benötigt anderes Futter als ein Hund, der nur gemütlich seine Gassi Runden dreht, weil logischerweise der Energieumsatz anders ist. Kranke Hunde brauchen oft Spezialfutter. Andere Hunde wiederum vertragen Nassfutter nicht und haben oft Durchfall. Ein Fass ohne Boden, sozusagen.

Auch wenn jetzt wieder einige enttäuscht sind, aber ich will hier jetzt gar nicht genauer auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten eingehen. Dazu gibt es genug Seiten im Netz. Aber seid gewarnt, 10 Webseiten, 10 verschiedene Meinungen – 10 Gespräche mit anderen Hundlern, 10 verschiedene Meinungen – 10 Gespräche mit verschiedenen Futtermittelherstellern, 10 verschiedene Meinungen.

Was ist in Mailos Napf?

Mailo bekommt zu 80% Trockenfutter von Bosch. Das war nicht immer so. Am Anfang hat Mailo Pedigree und Chappi bekommen. Irgendwann habe ich angefangen mich ernsthafter mit dem Thema Fütterung zu beschäftigen – aus Interesse! Mailo war nicht krank oder hat das Futter nicht vertragen. Auch das Thema BARF stand groß im Raum und ich bin der festen Überzeugung, dass barfen die beste und artgerechteste Fütterung ist. Tja, warum gebe ich dennoch Trockenfutter? Das hat mehrere Gründe. Zum einen vertrete ich nicht die Ansicht wie viele andere Barfer, dass Trockenfutter furchtbar böse ist. Aus meiner Sicht ist es kein Fastfood, es verkürzt nicht die Lebenserwartung und es macht auch nicht krank. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Hundebesitzer Fertigfutter nehmen, müsste es ja dann nur kranke Hunde geben – ernährt durch Fertigfutter – und einige wenige Hunde, die fit und vital sind – gebarft. Ein weiterer Punkt für mich ist die Praxis: Futterbeutel auf, Portion raus, Wasser drauf, fertig. Beim barfen muss ich mir da schon mehr Gedanken machen, auch über die Vitamine und Spurenelemente, die noch hinzugefügt werden müssen. Dazu kommt noch, dass wir viel unterwegs sind mit Mailo und die Ration Trockenfutter kann ich immer und überall mit hinnehmen und wird auch im Auto nicht schlecht. Die Kosten? Hm, da bin ich mir selber nicht so sicher, ob das ein ausschlaggebender Punkt ist. Fakt ist, dass ich im Zweifel – also wenns finanziell eng wäre – lieber ein etwas preiswerteres Futter nehmen würde und dafür dann noch die Hundebetreuung bezahlen kann. Obwohl es diese Situation hoffentlich nie geben wird! So und ein nicht zu unterschätzender Punkt der gegens barfen spricht. Wir haben keinen Gefrierschrank und ich lagere nicht kiloweise Fleisch in unserem Kühlschrank zwischen Käse, Milch und Joghurt – dauerhaft. No way.

Und die restlichen 20% von Mailos Speisekarte? Ich höre schon die Aufschreie, aber Mailo bekommt 2x pro Woche bei seiner Pflegefamilie Frolic. Mir ist durchaus bewusst, dass Frolic eine unzureichende Zusammensetzung hat und mit zu den schlechtesten Futtersorten gehört. Aber was soll ich sagen? Mailo liebt diese kleinen roten Ringe abgöttisch. Und, herrje, ich esse ja auch nicht die ganze Woche super gesund und ausgewogen. Demnach sei es ihm gegönnt!

Ab und an, d.h. so etwa einmal pro Monat, bekommt Mailo Frischfleisch von Fressnapf. Das findet er natürlich auch super, aber durch unseren nicht vorhandenen Gefrierschrank, bin ich auch immer wieder froh, wenn die „Pampe“ aus’m Kühlschrank wieder verschwunden ist. Dazu kommen dann noch diverse Leckerlies, mal eine Rinderhaut oder ein Knochen.

Summa summarum, sollte es ein MUSS für jeden Hundehalter sein, sich Gedanken über die Fütterung seines Lieblings zu machen. Wie er sich dann am Ende entscheidet und aus welchen Gründen, bleibt jedem selbst überlassen und sollte dann auch von anderen toleriert werden.

In diesem Sinne, Guten Appetit!


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