Sicher erinnern sich noch einige von euch an die Hundefutterodysee vom vergangen Herbst. Mailo hat eigentlich Bosch Senior bekommen, und dann haben wir zur Christopherus getreidefrei gewechselt. Da die Sache mit dem „getreidefrei“ meiner Meinung nach nur ein gerade aktueller Trend ist, und Mailo keinerlei Allergien hat die diese Fütterung begründen, haben wir erneut das Futter gewechselt. Wir sind nun bei Happy Dog Irland angelangt und dieses Futter wird es auch bleiben, egal wieviele Leute jetzt wieder dagegen reden, schließlich hat immer irgendjemand an irgendeinem Futter etwas auszusetzen und es wird auch immer Menschen geben, die der Meinung sind, das eigene Handeln sei falsch. Es ist wie es ist. Mailo bekommt Happy Dog Irland.

Analytische Bestandteile

21 % Rohprotein, 10 % Rohfett, 3 % Rohfaser, 6,5 % Rohasche, 1,2 % Calcium, 0,85 % Phosphor, 0,45 % Natrium, 2,5 % Omega-6 Fettsäuren, 0,3 % Omega-3 Fettsäuren

Der Rohfaserwert gibt den Anteil der unverdaulichen Ballaststoffe an, die zum einen für Darmtätigkeit und zum anderen für die Kotkonsistenz notwendig sind. Er sollte nicht höher als 4 % liegen – der Wert ist im Irland Futter demnach in Ordnung. Ebenso der Anteil des Rohfettes, welcher zwischen 8 – 13 % liegen sollte. Als Rohasche wird alles bezeichnet was übrig bleibt, wenn das Futter auf 550 °C erhitzt wird. Der Begriff der Rohasche klingt für viele Hundehalter immer sehr furchteinflößend, ist er aber nicht, weil hier lebensnotwendige Mineralstoffe, wie beispielsweise Phosphor und Natrium, enthalten sind. Der Anteil sollte um 5 % liegen, das Irland Futter hat 6,5 %, heißt also leicht erhöht, aber für mich ist das in Ordnung.

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Zusammensetzung

Gerste, Lachsmehl, Kanninchenprotein, Hafervollkornmehl, Kartoffelflocken, Geflügelfett, Leberhydrolisat, Dicalciumphosphat, Rübenmelasseschnitzel, Apfeltrester, Trockenvollei, Natriumchlorid, Hefe, Kaliumchlorid, Meeresalgen, Leinsamen, Muschelfleisch, Yucca schidigera, Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn, Ingwer, Birkenblätter, Brennnessel, Kamille, Koriander, Rosmarin, Salbei, Süßholzwurzel, Thymian

Die Reihenfolge der Zusammensetzung zeigt gleichzeitig wovon am meisten enthalten ist. Der Hauptbestandteil steht an erster Stelle, und ist im Falle des Irland Futters Gerste. Damit ein Getreide. Dies ist bekanntlich der Punkt, an dem viele Hundehalter die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen ihr Hund sei doch kein Pflanzenfresser. Ja, auch mein Hund ist kein Pflanzenfresser. Allerdings werde ich aus verschiedenen Gründen beim Trockenfutter bleiben, und für die Herstellung eines Trockenfutters ist die Zugabe von pflanzlichen Produkten, wie Getreide unabdingbar. Im Falle von getreidefreiem Futter, wird Kartoffel hinzugegeben, weil sonst schlicht und einfach der Herstellungsprozess nicht funktionieren würde. Im Übrigen besitzt der Hund mehrere Kopien des stärkeabbauenden Enzymes Amylase, welches bei reinen Fleischfressern nicht zu finden ist. Evolutionär gesehen hat demnach eine Veränderung des Hundes stattgefunden und er kann getreidehaltige Nahrung verdauen.

Fazit

Schlussendlich muss jeder selber entscheiden, wie und was er seinem Hund füttert. Ich verurteile niemanden der barft oder Futter mit offensichtlich minderwertiger Qualität füttert. Bei all dem Rumgetue um das liebe Hundefutter gibt es zahlreiche andere Komponenten, die für ein glückliches Hundeleben genauso wichtig sind und so manche Menschen sollten sich lieber darum kümmern, als stundenlang ihren Hund zu bekochen.


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