Dies ist ein Thema, welches jedem Hundehalter natürlich ein mulmiges Gefühl bereitet, aber es führt kein Weg daran vorbei sich darüber Gedanken zu machen. Auch sollte man dies nicht erst in dem Moment tun, wenn der Hund bereits den letzten Atemzug getan hat, denn da ist bekanntlich die Trauer im Vordergrund.

Beerdigung im eigenen Garten

Handelt es sich um ein Privatgrundstück, welches nicht in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt, so ist es gestattet den Vierbeiner im eigenen Garten zu begraben. Dazu muss natürlich das Grab tief genug ausgehoben sein, mindestens 50 cm, damit sich nicht eventuell andere Tiere daran zu schaffen machen. Außerdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der geliebte Vierbeiner auch in den Wintermonaten versterben kann, wo der Boden gefroren sein könnte.

Tierfriedhof

Mittlerweile gibt es, insbesondere in den Großstädten, zahlreiche Tierfriedhöfe, was ich sehr schön finde, denn oft ist das eigene Tier ein jahrelanger Wegbegleiter und wenn man eben keinen Garten hat, dann ist dies eine Alternative. Die Grabstelle wird dabei in den meisten Fällen mindestens 3 Jahre gepachtet, und bezahlt. Die Kosten schwanken hierbei sehr stark, abhängig von der Größe des Hundes und der Stadt, aber für einen mittelgroßen Hund über 3 Jahre muss man mit etwa 250 – 300 Euro rechnen, nur für die Grabstelle, ohne Zusatzleistungen wie Grabpflege oder ähnliches.

Krematorium

Noch nicht ganz so verbreitet, und dadurch momentan fast ausschließlich in Großstädten, wie beispielsweise München, möglich, ist die Einäscherung des Hundes in einem Krematorium. Neben der eigentlichen Einäscherung ist das Zubuchen einer individuellen Abschiedszeremonie oder sogar das virtuelle Beisein zu Beginn der Einäscherung mittels Webcam möglich. Die Urnenbestattung kann danach ebenfalls auf einem Tierfriedhof erfolgen oder man nimmt die Urne mit nach Hause. Die Kosten nur für die Einäscherung für einen mittelgroßen Hund liegen bei etwa 200 – 260 Euro.

Beim Tierarzt lassen

Es ist wirklich unfassbar, was für Gerüchte teilweise im Internet kursieren! Wenn wir unseren eingeschläferten Hund beim Tierarzt lassen, kommt er nicht in die Tierverwertung, aus ihm wird kein Tiermehl hergestellt und er wird auch nicht gehäutet. Heimtiere, also auch Hunde, werden beim Tierarzt abgeholt und zusammen mit vielen anderen Tieren verbrannt, und die Asche wird anschließend entsorgt.

Was ich mir für Mailo mal wünsche

Der Tierfriedhof und auch das Krematorium kommen für mich ehrlich gesagt nicht in Frage. Auch wenn ich Mailo vermisse, würde ich nicht auf einen Tierfriedhof gehen, um ihn „zu besuchen“. Genauso widerstrebt mir der Gedanke Mailos Asche in einer Urne in der Wohnung stehen zu haben. Für viele ist das eine Art der Trauerbewältigung, für mich eher nicht. Als Wenga damals gestorben ist, habe ich über mehrere Wochen jeden Abend eine Kerze angezündet – für sie.

Beim Tierarzt lassen kommt auch nicht in Frage. Ich habe mal ein Meerschweinchen beim Tierarzt gelassen und noch heute habe ich das Gefühl, ich hätte es weggeworfen. Deswegen kommt für mich nur eine Beerdigung von Mailo im Garten in Frage. Das Problem ist momentan eher, dass wir keinen Garten haben, aber auch das haben wir bereits geklärt und ein schöner Garten mit persönlichem Bezug ist für Mailo gefunden. Und wer weiß, wie alt er wird, vielleicht haben wir dann auch schon einen eigenen Garten.

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