Ein Thema, welches mir aktuell immer wieder in den sozialen Netzwerken auffällt, ist die Frage nach einem Zweithund. Für uns kommt aus verschiedenen Gründen kein Zweithund in Frage. Schlussendlich kann natürlich jeder selbst entscheiden, ob er einen, zwei oder fünf Hunde hat. Wenn ich allerdings den einen oder anderen Beitrag so mitlese, wo Leute über einen Zweithund nachdenken, dann habe ich eher das Gefühl, alles wird etwas zu positiv dargestellt, und dadurch eventuell unüberlegte Entscheidungen getroffen. Ich kenne ebenfalls sehr viele Leute, die zwei Hunde haben und damit überglücklich sind, aber ich kenne auch genug Menschen, die ganz klar sagen, einer reicht.

Ich will hier auch gar nicht explizit gegen den Zweithund reden. Wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann auch mal zwei Hunde? Das ist nicht auszuschließen, wenn es die äußeren Umstände zu lassen, was momentan eben nicht der Fall ist. Oft heißt es „Zwei Hunde – Doppeltes Glück“.

Neben dem doppelten Glück bedeuten zwei Hunde aber auch einiges mehr. An erster Stelle nenne ich hier ganz bewusst die doppelten Kosten. Und auch, wenn jetzt der ein oder andere die Augenbrauen hochzieht und der Meinung ist, das dies kein Grund sei, meiner Meinung nach, doch. Wenn einer der Hunde mal krank wird, und das kann einfach vorkommen, dann hat man auch beim Hund heutzutage ganz schnell Tierarztrechnungen, die in den vierstelligen Bereich gehen. Dieses Problem kann natürlich mit einer Krankenversicherung umgegangen werden, aber auch diese kostet. Hinzu kommen, Hundesteuer, Futter, eventuell Hundeschule und was man sonst noch so an Ausstattung braucht.

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Eine Alternative zum Zweithund: sich mit anderen Hundehaltern aushelfen – Ida zu Besuch

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Wohnsituation. Im eigenen Haus oder Wohnung spricht sicherlich reichlich wenig gegen einen Zweithund, aber was ist in einer Mietwohnung? Auch wenn die Rechte der Hundehalter in Mietwohnungen sehr zu gunsten von uns Hundlern gelockert wurden, wird man kaum darum herum kommen, den Vermieter zu fragen. Was ist bei einem eventuellen Umzug? Eine Wohnungssuche mit zwei Hunden? Womöglich auch noch großen Hunden? Das wird mit Sicherheit nicht einfach und sollte mit berücksichtigt werden.

Ein Situation, die ich häufig lese, ist, dass ein älterer Hund vorhanden ist und man holt sich als Zweithund einen jungen Hund oder gar Welpen dazu. Hier ist ganz klar gesagt, es kann gut gehen, muss aber nicht. Die optimale Situation wäre natürlich, wenn der Senior wieder etwas aufblüht und der junge Hund von ihm lernen kann. Es kann aber auch durchaus der Fall eintreten, dass der ältere Hund sich gestresst fühlt vom Jüngeren.

Das wichtigste, was jeder hinterfragen muss, sind die eigenen Lebensumstände. Die Frage ist schlicht und einfach, passen da zwei Hunde rein? Oder reicht mir eigentlich einer und ich will nur einen zweiten, weil gerade jeder zwei Hunde hat? Hier sollte einfach jeder in sich gehen, und ganz ehrlich zu sich selbst sein. Einem Hund ist nicht geholfen, wenn er irgendwann im Tierheim landet, weil man sich doch übernommen hat.


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