Ich freue mich total, weil Markus uns heute seine Jungs Mylo und Spike vorstellt – vielen vielen Dank dafür! Bei Nicht-Hundehaltern hat der Rottweiler leider oft einen schlechten Ruf. Warum? Weil er groß und schwarz ist? Und dazu noch einen bulligen Kopf hat? Alles Blödsinn! Wie bei jedem anderen Hund auch, stellt der Rottweiler für nichts und niemanden eine Gefahr dar, und wenn dann ist es von Menschenhand gemacht. Markus und seine Jungs sind das beste Beispiel dafür!


Mein Name ist Marcus und ich komme aus der schönen Ortenau in Baden-Württemberg. Das liegt am Fuße des Schwarzwaldes, mit Grenze zu Frankreich am Rhein, zwischen Karlsruhe und Freiburg.

Ich selbst bin mit drei Leonbergern groß geworden. Mit meinem Vater war ich als Kind viel auf dem Hundeplatz. Hier hatte ich den ersten Kontakt zu der Rasse Rottweiler und verliebte mich in diese. Damals schwor ich mir, wenn ich mal groß bin, hole ich mir einen Rottweiler.

Mit 29 Jahren war ich dann soweit, dass ich mir meinen ersten, eigenen Hund holen konnte. Doch leider war mein damaliges Umfeld, vor allem meine erste Frau, nicht von der Rasse Rottweiler zu überzeugen. Zu geprägt war deren Bild davon, das die Medien durch Negativschlagzeilen erzeugt. So wurde es ein ganz toller Labrador-Rüde, namens Lucky. Dieser begleitete mich 12 Jahre lang, in Höhen, aber auch durch die, bisher schlimmste Zeit meines Lebens. Im Januar 2011 mussten meine neue Liebe und jetzige, zweite Frau Heike und ich unseren geliebten, treuen Gefährten gehen lassen. Nun kamen natürlich wieder neue Diskussionen auf. Ich wollte weiterhin einen Rottweiler. Aber auch Heike kannte die Rasse bisher nur aus den schlechten Medien. Doch diesmal wollte ich nicht „kampflos“ aufgeben. Ich schleppte sie mit und wir besuchten mehrere Züchte und eine Ausstellung. Hier lernten wir einige Rotti-Halter und natürlich viele tolle Hunde kennen. Dies und die unzähligen Gespräche konnten sie letztendlich überzeugen und so zog im April 2011 Mylo bei uns ein. Doch damit nicht genug, die Freude und Begeisterung darüber war so groß, dass im April 2014 auch noch ein weiterer Rottweiler, Spike, bei uns einzog. So sind wir stolze Halter von zwei wundervollen Rottweiler-Rüden, Mylo und Spike.

Mylo

Gastpost_Mylo und Spike_1Geboren am 18.10.2010. Er stammt aus einer privaten Zucht und hat somit keine Papiere. Aber es war kein sogenannter Vermehrer-Wurf, sondern Bekannte von uns haben ein Rottweiler-Pärchen und hatten Spaß daran, Welpen groß zu ziehen und aufwachsen zu sehen. Beide Elterntiere sind tierärztlich untersucht und die Trächtigkeit und Aufzucht wurde ebenfalls tierärztlich begleitet und betreut. Sie hatten zwei Würfe im Abstand von zwei Jahren und nachdem ich einige Hunde aus dem ersten Wurf kennengelernt habe, haben wir uns dafür entschieden.

Mylo ist ein sehr lebhafter Hund. Sehr verspielt und sehr verschmußt. Er ist ein absoluter Familienhund und sucht auch immer den Körperkontakt. Er freut sich riesig, wenn Freunde und Bekannte vorbeikommen und begrüßt sie sehr stürmisch. Fremden Menschen gegenüber ist er sehr aufgeschlossen und geht offen und freudig auf sie zu. Gegenüber anderen Artgenossen ist er ebenfalls freundlich und hält jeden Hund erst mal für einen Spielkamerad.

Spike

Gastpost_Mylo und Spike_2Geboren am 11.08.2006. Geburtsname Cordes von der Frankentanne, stammt aus einer ADRK-Zucht und wurde ganz normal an einen, mir nicht bekannten Halter verkauft. Hier hat er die ersten drei Jahre seines Lebens die Hölle erlebt. Wurde misshandelt, getreten, geschlagen. Eine gute Freundin und Rottweiler-Züchterin hat ihn dann daraus befreit. Bei ihr lebte er dann die nächsten vier Jahre wohlbehütet. Leider setzten ihn die vielen Welpen und Junghunde, die nun mal für eine Zucht unumgänglich sind, mit zunehmenden Alter, immer mehr unter Stress, so dass uns diese Freundin fragte, ob wir Spike zu uns nehmen wollten. Da wir ihn schon länger kannten und er und Mylo sich gut verstanden, zog dieses Jahr im April Spike bei uns ein.

Spike ist wie Mylo sehr familienbezogen und sucht auch immer den Kontakt zu uns und seinem Kumpel. Er ist ebenso aufgeschlossen gegenüber unseren Freunden und Bekannten, sowie auch Fremden gegenüber. Auch mit anderen Hunden gibt es wenig Probleme. Nur mit dominanten Rüden hat er es gar nicht. Da zeigt er schon mal gerne, was er hat.

Beide sind absolute Power- und Kraftpakete. Sie könnten mich mit Leichtigkeit durch den Park ziehen. Wenn ich mit Beiden zusammen unterwegs bin, dulden sie keinen anderen Hund in der Nähe. Jeder für sich alleine, kein Problem, aber zusammen, lassen sie keinen Artgenossen an ihr Rudel. Ebenso wenn sie eine Situation als bedrohlich einschätzen, z.B. wurde ich und auch schon meine Frau, von Typen angepöbelt, da stehen sie wie eine Wand vor uns und machen mal kurz klar, was Sache ist.

Wir sind in einem Hundeverein und betreiben mit beiden Hundesport. Dies lieben sie und arbeiten super mit. Aber dies brauchen sie auch. Wenn mal zwei oder drei Wochen Pause ist, dann merkt man regelrecht, wie sie zu Hause immer hibbeliger werden. Heike trainiert mit Mylo Obedience, ich trainiere mit Spike Unterordnung auf die BH/VT (Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest) hin, die wir nächstes Frühjahr laufen wollen. Zudem machen wir alle zusammen Mantrailing.

Sogar ein paar kleine Erfolge können wir verzeichnen. Zwar fast nur von Mylo, aber Spike ist ja erst seit ein paar Monaten bei uns:

Mylo:  2012 BH/VT-Prüfung bestanden

2012 Bundessieger

2013 Grenzlandsieger (D/F)

Spike: Hunderennen 5,04sec auf 50m

Wir leben mit den zwei Bären und unserem 16-jährigen Sohn in einer 90qm-Wohnung, am Ortsrand eines knapp 900 Seelen-Dorfes. Wir sind berufstätig, ich Vollzeit und Heike in Teilzeit, d.h. sie arbeitet nur Vormittags. Ich gehe vor der Arbeit mindestens eine halbe Stunde laufen. Heike geht mittags eine gute Stunde mit den Beiden. Hier baut sie immer wieder kleinere Trainingseinheiten ein. Ich gehe Abends nochmal mindestens eine Stunde laufen. Auch hier werden immer wieder Trainingsparts eingebaut. Meist gehe ich dann nochmal Nachts kurz raus, damit sie sich nochmal lösen können. Am Wochenende ist dann Training und Mantrailing. Wenn nicht, machen wir meist längere Ausflüge in den Schwarzwald, oder treffen uns mit befreundeten Hundehaltern.

Mit Anfeindungen und/oder Vorurteilen haben wir hier ganz selten zu tun. Ich denke, das liegt zum einen daran, dass der Rottweiler in Baden-Würrtemberg nicht auf der Rasseliste steht und zum anderen hat die Rasse hier, in der Nähe zur Ursprungsstadt Rottweil, doch noch eine etwas größere Lobby. Der Rottweiler ist hier doch recht weit verbreitet und fast in jedem Dorf, oder Stadt hier im Umkreis, gibt es mehrere Halter dieser Rasse. Das Einzige, was mich jedoch immer wieder belustigt, dass ich wohl wirklich alle Klischees der Schauermärchen verkörpere, wenn ich mit den zwei Rottis durch die Stadt laufe. Ich selbst bin groß, sehr kräftig, tätowiert, Glatze und kleide mich entsprechend der Heavy-Metal Szene. Ich liebe diese Blicke im Rücken und wenn mir die Leute in der Fußgängerzone eine regelrechte Gasse freimachen.

Mehr Mylo und Spike gibt es hier: Rottweiler Mylo und Spike

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