Das wir das Meer lieben ist nichts neues und ich, als Kind der Ostsee, sowieso. Umso größer war die Freude, als wir von Noordwijk Marketing zu einer Bloggerreise eingeladen wurden. Drei Tage Holland mit dem Ziel Noordwijk auf Hundetauglichkeit zu testen. Mit an Bord natürlich unser Hund Mailo, der mit seinen stolzen 14 Jahren, mittlerweile nicht mehr nur auf Hundefreundlichkeit, sondern auch auf Hundeseniorentauglichkeit, testet.

Einmal nach Noordwijk, bitte

Zugegebenermaßen musste ich erst einmal nachschauen, wo dieses ominöse Noordwijk liegt. Ich wusste nur: Irgendwo in Holland. Irgendwo am Wasser. Aber so etwas lässt sich schnell herausfinden und nur wenige Klicks später wusste ich, dass Noordwijk südlich von Amsterdam, am Meer liegt. Die Region bietet kilometerlange Sandstrände, unendlich viel Natur und nicht zu vergessen die gesunde Meeresluft. Im vergangenen Jahr wurde Noordwijk sogar von der Zeitschrift National Geographic ausgezeichnet und taucht nun auf Platz 13 in der Liste der 21 besten Strände weltweit auf. Obendrein hat National Geographic auch noch die Hundefreundlichkeit des Badeorts gelobt.

Wenn das mal nicht interessant klingt! Die Vorfreude auf unsere Reise in die Niederlande wuchs und eines Morgens im November war es endlich soweit: Björn, Mailo und ich kletterten zu einer unsäglichen Zeit in den Zug, um am späten Nachmittag in Noordwijk anzukommen. Frisch und erholt versteht sich, denn Zugfahren ist letztens Endes doch weniger anstrengend als mit dem Auto zu fahren. Trotzdem werde ich wohl nie ein Freund der Deutschen Bahn werden, auch wenn uns ungeplante Vorkommnisse diesmal erspart blieben.

Zum Weiterlesen: Liebe Deutsche Bahn

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Ohne Bett und gutes Essen, keine Abenteuer

Wir übernachteten in einem Ferienbungalow im Camping de Duinpan und als wir dort ankamen, verschlug es mir zunächst einmal die Sprache. War das herrlich! Unser Bungalow war direkt an einem Wasserlauf gelegen, hatte ein kleinen Garten mit Wohlfühloase und war von innen geschmackvoll, modern und gemütlich eingerichtet. Der Ferienpark hat ganzjährig geöffnet, Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Ferienhäuser. Der gesamte Platz hat kostenfreien WLAN-Zugang, und ja, auch wenn sich darüber immer alle lustig machen, ich finde das sehr wichtig in der heutigen Zeit. Hunde sind natürlich erlaubt, kosten allerdings 7,50 Euro pro Tag. Auf dem Platz müssen sie natürlich an der Leine geführt werden, allerdings sind die Grundstücke der Ferienhäuser teilweise eingezäunt und dort kann der Vierbeiner dann frei laufen.

Am ersten Abend besuchten wir das eher rustikale Restaurant Eeterij de Beleving und am zweiten Abend bekamen wir im Hotel-Restaurant De Witte Raaf ein 3-Gänge-Menü serviert. Für das noble Hotel waren wir mit Jeans und T-Shirt etwas underdressed, aber die Ausgehrobe hatte keinen Platz mehr im Gepäck gehabt. Natürlich hatte das 3-Gänge-Menü etwas mehr Charme, aber der Burger bei Jeans und T-Shirt schmeckte genauso gut. Als Foodblogger und die Beurteilung von Restaurants bin ich im Grunde genommen auch gänzlich ungeeignet, da es mir eigentlich immer schmeckt. Was die Hunde betrifft, so waren sie in beiden Restaurants erlaubt und eine Schale mit Wasser gab es auch. Am letzten Tag stärkten wir uns, während unserer Wanderung, im Langs Berg en Dal. Hier trafen wir mit Abstand die meisten Hunde an und ich bin mir sicher, dass so manches Lokal in Deutschland bei der Menge an Hunden, irgendwann die Krise bekommen hätte. Aber hier verlief alles ganz locker. Die Kellnerin stieg einfach über die im Weg liegenden Hunde rüber und keiner der Gäste runzelte hier die Stirn. Es war wohl ein Stück weit normal, dass hier so viele Hunde sind. Das Essen, ja, was soll ich sagen. Lecker war‘s!

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Ausgeschlafen und gestärkt in die Abenteuer

Am ersten Tag erwartete uns eine Wanderung durch die De Hollandse Duinen, ein langgezogenes Stück Land mit Sandstrand, Dünen und Wald. In den kommenden Jahren wird hier ein Nationalpark entstehen, um die wundervolle Landschaft zukünftig noch besser zu schützen. Begleitet wurde unsere Tour von Mark Kras, einem Förster, der uns die Natur- und Tierwelt erklärte. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich nicht immer aufmerksam zugehört habe, denn ich konnte mich kaum an Mailo satt sehen. Die Kraft der Meeresluft musste bei ihm zugeschlagen haben, denn er blühte richtig auf, lief von links nach rechts, bergauf, bergab. Schnüffelte überall und wälzte sich im Sand. Damit hat er wohl eindeutig gezeigt, wie schön es hier ist und wie gut es ihm hier gefällt.

Hier in den Dünen sind Hunde selbstverständlich erlaubt und dürfen auch frei laufen, wenn sie gehorchen und nicht jagen. Auch mit der Umgestaltung zum Nationalpark wird sich daran nichts ändern, denn wie sagte Mark, die Hunde waren hier schon immer, lange bevor überhaupt die Idee eines Nationalparks entstand. Zudem wurde die Natur durch Mensch und Hund geprägt, so dass sich diese einzigartige Flora und Fauna entwickelte. Und genau die möchte man jetzt bewahren. Eine super Idee!

Unsere Wanderung am zweiten Tag führte uns direkt an den Strand und wurde von der Fotografin Els Bax begleitet, die uns typisch holländisch in Szene setzte. Gar nicht so einfach mit 5 Hunden und unserem Senior, der hin und wieder, ganz Opi-haft, ein Eigenleben führt. Immer wieder musste ich stehen bleiben, mir den Wind um die Nase wehen lassen und tief durchatmen. Wunderschön! Auch Mailo sog die Kraft des Meeres wieder in sich auf und lief ganz tapfer fast zwei Stunden mit uns am Strand entlang. Einfach irre, der kleine Mann. Vor allem, wenn ich bedenke, dass er solche Touren zu Hause eher anstrengend findet.

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Pfoten hoch von Mailo

Und bei uns sind für Noordwijk die Hände oben. Es ist eine landschaftlich unglaublich schöne Region, die wohl zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist. Wer Ruhe sucht, lange Spaziergänge unternehmen oder sich einfach der Hektik an den deutschen Hundestränden entziehen möchte, der ist hier absolut richtig. Hunde sind hier an den Stränden, bis auf wenige Ausnahmen während der Sommermonate, und in den Dünen erlaubt, auch frei laufend. Es gibt zahlreiche hundefreundliche Unterkünfte und Restaurants, so dass einem Urlaub mit Hund hier ganz sicher nichts im Wege steht. Wir haben die Ruhe Noordwijks sehr genossen, sind uns aber sicher, dass es hier auch im Frühling mit der Tulpenblüte und im Sommer mit der Badesaison noch einiges mehr zu entdecken gibt.

Zum Weiterlesen, die Berichte meiner Bloggerkollegen, die ebenfalls mit dabei waren:

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Wir wurden von Noordwijk Marketing auf die Bloggerreise eingeladen und die Reise war für uns komplett kostenfrei. Wir fanden das ziemlich cool und haben uns sehr gefreut, denn nur so ist es uns möglich, unseren Blog in diesem Umfang zu bespielen und alle Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ganz unabhängig davon gilt: Über Produkte, die uns nicht überzeugen, wird nicht berichtet und wir versichern, unsere Meinung ist nicht käuflich.


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