Weihnachten mit Hund! Frei nach Loriot kann man sagen “Ein Weihnachten ohne Hund ist möglich, aber sinnlos”. Dass in der Weihnachtsgrippe oftmals Hirten mit ihren Hirtenhunden dargestellt werden, kann ja nur als eindeutiges Zeichen verstanden werden. Weihnachten und Hund gehören einfach zusammen. Damit Weihnachten ein wahres Fest für Zwei- und Vierbeiner wird, gibt es hier noch einige Tipps worauf ihr beim Weihnachtsessen, Deko, Christbaum und Co achten solltet.

1. Ruhe statt Hektik

In der Weihnachtszeit ist einiges los. Gerne verfällt man in eine positive Weihnachtshektik. Einkaufen, Dekorieren, Vorbereiten, Weihnachtsmärkte und der Besuch steht auch schon vor der Tür. Doch in all der Hektik sollten wir die Bedürfnisse unserer Hunde nicht vergessen. Gassi gehen, Spielen, Trainieren und Schmusezeit sollten so fortgeführt werden, wie es der Hund gewohnt ist. Nutzt die gemeinsame Zeit mit eurem Liebling zum Entspannen, um Kraft zu tanken und die Gedanken baumeln zu lassen.

Ist euer Hund es nicht gewöhnt durch Menschenmassen zu wandern, dann solltet Ihr auch nicht gerade auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Weihnachtseinkauf damit anfangen. Den Hund ohne ein vorheriges Training in eine für ihn sehr anstrengende und stressige Situation zu bringen und zu halten, kann negative Konsequenzen nach sich ziehen.

Massenaufläufe auf dem Weihnachtsmarkt sind schon den meisten menschlichen Besuchern zu viel. Für Hunde bedeutet es in den allermeisten Fällen Stress.

2. Besuch steht an

Weihnachten ist das Fest der Familie. Doch wenn die ganze Verwandtschaft über die Weihnachtszeit zu Besuch kommt, kann es für unseren Hund durchaus zu Stress kommen. Achtet dabei besonders auf euren Vierbeiner. Wie verhält er sich gegenüber dem Besuch? Zeigt er Stresssymptome? Schafft für euren Hund einen Rückzugsort, an dem er sich entspannen und ausruhen kann. Dies kann z.B. sein Körbchen oder eine Hundebox sein, an die er natürlich vorher gewöhnt wurde.

Diesen Rückzugsort kann der Hund selbst aufsuchen, aber auch wieder verlassen. Der Ort für das Ruheplätzchen sollte ihm genügend Abstand vom Feiertrubel bieten, jedoch ihm auch die Möglichkeit geben, die Geschehnisse zu beobachten. Der Besuch, insbesondere Kinder, sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass dieses Ruheplätzchen für Sie Tabu ist. Wenn der Hund sich dorthin zurückzieht um sich auszuruhen, sollte das von allen Zweibeinern respektiert werden.

Bei Besuch sollte dem Hund ein Rückzugsort eingerichtet werden, an dem er sich erholen kann.

3. Was darf mein Hund naschen

Verschiedene Nahrungsmittel, die für uns Menschen unbedenklich sind, können bei unseren Hunden schon in kleineren Mengen gesundheitsschädlich sein. So ist Schokolade tabu, da das enthaltene Theobromin schon in geringen Mengen giftig für den Hund ist. Aber auch Weintrauben und Rosinen sind zu meiden. Sie sind zwar nicht für alle Hunde schädlich, jedoch gibt es Hunde, bei denen ein unbekannter Bestandteil der Weintraube giftig wirkt. Bevor nicht klar ist, ob der eigene Vierbeiner dazugehört, sollte daher auf die Träubchen verzichtet werden.

Unbehandelte Nüsse werden gern beim Weihnachtsbacken verwendet. Was liegt da näher als mit den Resten unseren Vierbeiner zu verwöhnen. Jedoch sind nicht alle Nüsse für unsere Hunde unbedenklich. Haselnüsse, Cashewkerne, Para-und Walnüsse können mit gutem Gewissen auch mal im Napf landen. Aufgrund des hohen Kaloriengehalts von Nüssen sollten diese jedoch nur in geringen Mengen verfüttert werden. Erdnüsse hingegen besitzen ein hohes allergisches Potential. Erdnussallergien gibt es nicht nur bei uns Menschen, sondern auch beim Hund. Daher muss vorher mit kleinsten Mengen probiert werden wie der Hund darauf reagiert. Im Zweifelsfall sollte der Hund keine Erdnüsse zum Fressen bekommen. Ähnlich ist es bei rohen Mandeln. So sind süße Mandeln zwar genießbar für den Hund, jedoch sind diese optisch kaum von den Bittermandeln zu unterscheiden. Die in Bittermandeln enthaltene Blausäure ist giftig für den Hund. Da es so viele leckere Sachen für den Hund gibt, sollte man sich daher fragen ob es unbedingt Mandeln sein müssen. Macadamia-Nüsse sollten ebenfalls nicht gefüttert werden. Ein bisher unbekannter Wirkstoff kann auch bei diesen Nüssen Vergiftungen beim Hund hervorrufen.

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Viele unbehandelte Nusssorten können theoretisch unbedenklich in kleinen Mengen verfüttert werden. Bei Erdnüssen, Mandel oder Macadamia-Nüsse sollte man jedoch vorsichtig sein. Und ganz ehrlich? Hundi freut sich genauso über ein Stück Wurst oder Käse.

Und was ist mit dem übriggebliebenen Weihnachtsbraten? Viele Hundebesitzer wissen, dass gekochte Geflügelknochen nicht verfüttert werden dürfen. Die Knochen könnten splittern und unseren Vierbeiner im Maul, Rachen oder Magen-Darm-Trakt verletzen. Aber nicht nur Geflügelknochen, sondern alle Knochen, sei es Huhn, Schwein oder Rind, neigen zum scharfkantigen Splittern nach dem Kochen. Daher sollten gekochte Knochen generell nicht im Napf landen.

Bei Zwiebeln und Knoblauch ist das genau anders herum. Denn diese sollten insbesondere im rohen Zustand nicht als Hundefutter missbraucht werden. Sie enthalten den Stoff Allylpropyldisulfid. Dieser führt zu einem Absterben der roten Blutkörperchen wodurch eine Anämie entstehen könnte. Unabhängig von gekochten Knochen und rohem Knoblauch ist unser Weihnachtsmenü oft viel zu stark gewürzt. Reste sollten daher besser in den Kühlschrank für den nächsten Tag, als in den Napf wandern.

Zur Vollständigkeit soll hier noch erwähnt werden, dass Alkohol auch beim Hund ein Nervengift darstellt. Natürlich wird unser Hund nicht tot umkippen, wenn er mal einen Becher Weihnachtspunsch schlappert. Jedoch muss man sich die Frage gefallen lassen warum man seinem Hund sowas antut.

4. Der hundefreundliche Weihnachtsbaum

Für uns Menschen ist klar, dass wir uns in der Nähe des Weihnachtsbaumes vorsichtig bewegen. Für unsere Hunde hat dieses neue Möbelstück jedoch keine tiefere Bedeutung. Entsprechend wird unter dem Baum durchgeflitzt und mit der Rute der Baumschmuck neu sortiert. Nadelregen inklusive. Eine Möglichkeit für einen hundesicheren Weihnachtsbaum besteht darin, den Baum eine Nummer kleiner zu kaufen und Ihn auf einem kleinen Tisch zu platzieren. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass der Weihnachtsbaum einen stabilen Fuß hat. Damit übersteht er auch einen Rempler am Tisch und einen unbeabsichtigten Rutenangriff.

Beim Christbaumschmuck sollte auf echte Kerzen und offenes Feuer lieber verzichtet werden. Zu hoch ist die Gefahr, dass sich unser Hund verbrennt oder er ausversehen eine Kerze herunterwedelt. Auch Süßigkeiten sollten lieber in einer weihnachtlichen Keksdose Platz finden und geschmackfreiem Christbaumschmuck den Vortritt lassen. Dieser Christbaumschmuck sollte idealerweise aus Plastik oder noch besser aus unbehandelten Holz sein. So kann auch nichts passieren, wenn doch mal was vom Baum fällt. Die Elektrokabel werden hundesicher am Boden verlegt, damit unser Liebling nicht darüber stolpert oder die Christbaumbeleuchtung vom Baum zieht.

Christbaumschmuck und Weihnachtsdeko aus Holz oder weichem Stroh sieht toll aus, ist unzerbrechlich und ungiftig, wenn sich doch mal ein Dekostück ins Hundemaul verirrt.

Leider fängt jeder Weihnachtsbaum mal früher, mal später, an, zu Nadeln. Zu gerne verirren sich die Nadeln in den Hundepfoten und können dort lästig piksen. Auch wenn unser Vierbeiner ausversehen Nadeln frisst können diese den Magen-Darm-Trakt unangenehm reizen. Daher sollten abgefallene Nadeln regelmäßig entfernt werden.

5. Deko darf nicht fehlen

Bei der Weihnachtsdeko ist es ähnlich wie beim Christbaum. Die Deko sollte so platziert werden, dass unser Hund sie nicht ausversehen herunterschmeißt. Das gilt auch für Kerzen, die insbesondere für langhaarige Hunde gefährlich sein können. Die Deko besteht idealerweise aus unbehandelten Holz oder Plastik um auch bei Kau- und Spielattacken ungefährlich zu bleiben. Wie allgemein bekannt, sind unsere Hunde wahre Geruchsmeister. Der Duft von Räucherstäbchen oder von Duftölen sind für unsere Hunde nicht unbedingt angenehm. Sie sollten daher aus Rücksicht vor unseren Lieblingen nur in geringen Mengen abgebrannt beziehungsweise verdampft werden.

Hunde haben einen ausgezeichneten Geruchssinn. Räucherstäbchen und Duftöle sollten daher nur in Maßen genutzt werden.

Mit diesen Tipps wünscht euch das Wufflog-Team eine besinnliche Adventszeit und Hundeweihnacht!


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