Ich verdränge es immer, rede selten selten darüber, und dennoch weiß ich ganz genau, dass irgendwann dieser eine Tag, vor dem sich jeder Hundehalter so sehr fürchtet, kommen wird. Der Tag an dem das Körbchen leer ist, an dem man morgens nicht von einer feuchten Hundeschnauze geweckt wird, man nicht zum alltäglichen Spaziergang aufbricht, der Napf leer und die Leine am Haken hängen bleibt – der Tag an dem der beste Freund von einem gegangen ist.

Für viele von uns Hundlern ist der geliebte Viebeiner ein vollwertiges Familienmitglied, und gerade deswegen trauern wir als ob ein Mensch gestorben ist. Das Problem daran ist allerdings, dass nur die wenigsten Mitmenschen nachvollziehen können, was genau in einem vorgeht. „Es war doch nur ein Hund“ – ein gern und schnell ausgesprochener Satz. Nein, es war nicht nur ein Hund! Wenn Mailo einmal von mir geht, dann geht mein bester Freund.

      Bei diesem Satz fiel eine Träne auf die Tastatur…

Ich frage mich oft, ob ich mich auf diesen Moment vorbereiten kann? Man kann, aber nur was die „praktischen“ Dinge anbelangt. Den Moment des Todes, die Zeit der Trauer danach, wie man damit umgeht und weiterhin den Alltag meistert, darauf kann man sich nicht vorbereiten. Auch wenn Mailo mit seinen 11 Jahren zweifelsohne ein betagter Hund ist, so ist er sowohl körperlich, als auch gesundheitlich topfit und wird sogar oft jünger geschätzt. Nur die graue Schnauze lässt mittlerweile doch sein Alter erahnen.

Als Hundehalter sollte man sich im Vorfeld über ein paar Dinge Gedanken machen – auch wenn dieser eine Tag hoffentlich noch ganz weit in der Zukunft liegt. Die meisten Hunde beispielsweise sterben keines natürlichen Todes, sondern werden von einem Tierarzt eingeschläfert. Viele Menschen wünschen sich, dass der geliebte Vierbeiner in der eigenen Wohnung in seinem Körpchen für immer einschläft. Allerdings gibt es zahlreiche Tierärzte, die dies aus vielen verschiedenen Gründen nicht machen. Daher ist es durchaus ratsam, mit seinem Tierarzt darüber zu sprechen – auch wenn es schwer fällt. Was passiert mit dem Hund, wenn er seinen letzten Atemzug getan hat? Heutzutage gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von in der Praxis lassen über die Beerdigung im eigenen Garten bis hin zum Tierfriedhof. Was wünscht man sich selber? Was geschieht mit sämtlichen Hundesachen in den eigenen vier Wänden? Sollen die Sachen da bleiben, wo sie sind? Oder fällt es einem vielleicht leichter, alles zu verarbeiten, wenn Körbchen, Leine und Co. nicht mehr da sind?

Abschied nehmen und trauern ist etwas sehr Persönliches. Jeder Mensch geht damit anders um, und das sollte man akzeptieren. Für uns ist es eben nicht nur ein Hund.


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