In den nächsten Tagen wird es hier einen Gastpost von Neele geben, die auf Fiffibene über Hunde, und natürlich ihren eigenen Hund Wilma, bloggt. Ich freue mich total über den lieben Kontakt mit Neele, und Fiffibene ist einer der Blogs geworden, die ich sehr gerne lese. Wilma ist eine französische Bulldogge, und als Thema für den Gastpost, schoss mir direkt „Die französische Bulldogge – ein Modehund?“ durch den Kopf. Das ist nicht ganz grundlos, denn ich habe das Gefühl, diese Rasse neuerdings immer öfter zu sehen. Mein prägendes Erlebnis war aber auf der Hund & Pferd in Dortmund. Beim Fotoshooting war vor uns eine französische Bulldogge dran, der Fotograph total aus dem Häuschen, und betonte mehrfach, wie sehr er es liebe diese Hunde zu fotographieren und das sie immer gut aussehen. Danach waren Mailo und ich dran – wir sehen auch gut aus – manchmal.

Lange Rede, kurzer Sinn, Neele willigte ein zu diesem Thema zu schreiben. Der Post liegt mir breits vor, aber ich habe ihn noch nicht gelesen, weil ich mir vorab selbst Gedanken zu dem Thema machen wollte, unvoreingenommen.

Was ist ein Modehund?

Für mich sind Modehunde, solche, die irgendwann aufgetaucht sind, und sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Wenn ich bei Google den Suchbegriff „Modehund“ eingebe, erscheinen die Frenchies mehrfach in der Bildersuche. Allerdings aber auch Rassen wie der Westi oder der Schnauzer, die ich beide nicht als „in Mode“ bezeichnen würde. Demnach, ist dies wohl nicht die beste Strategie um herauszufinden, was ein Modehund ist.

Also werfe ich mal einen Blick auf die Zahlen von den Züchtern: Die Welpenstatistik vom VDH mit Daten von 2013, listet die französische Bulldogge auf Platz 61. Auf Platz 1 übrigens ganz klar der Deutsche Schäferhund, aber in der Top Ten auch Rassen wie der Labrador und der Golden Retriever. Den Schäferhund würde ich ebenfalls nicht als Modehund bezeichnen und Labbis und Goldies auch nicht so richtig.

Wie ist denn der Modehund definiert? Laut Wikipedia: Als Modehund werden Hunderassen und Hybridhunde bezeichnet, die aufgrund einer Modeströmung vorübergehend häufiger gehalten werden, als dies im langjährigen Durchschnitt für solche Hunde der Fall ist. Aha! Demnach kann man momentan eigentlich noch gar keine Aussage darüber treffen, ob der Frenchie ein Modehund ist oder nicht, weil der Prozess „vorübergehend“ gerade stattfindet, oder eben auch nicht und die Zahlen bleiben einfach stabil. Aber all das, wird sich erst in ein paar Jahren zeigen.

Aber irgendwie…

…sehe ich die süßen Knautschgesichter doch als Modehund. Schlussendlich ist es aber auch egal, weil jeder von uns nun mal andere Rassen favorisiert und das ist auch gut so. Was ich eher als Problem, bei Hunderassen die gerade „in“ sind, sehe, ist der Handel mit Hunde ohne Papieren, der dadurch entsteht. Ich kann hier wirklich nur an jeden appelieren, wenn ihr einen Rassehund haben wollt, sucht euch einen seriösen Züchter! Adressen gibt es beim VDH. Rassehunde haben nun mal ihren Preis. Die französische Bulldogge kostet zwischen 1500 und 2000 Euro, aber dafür sind, laut des Internationalen Clubs für Französische Bulldogen (IKFB), die deutschen Züchter auch wahre Streber, was den Gesundheitszustand der Zuchthunde angeht. Eins ist gewiss: Vom seriösen Züchter bekomme ich einen gesunden Hund mit Papieren. Und eigentlich ist es auch egal, ob der Hund gerade „in Mode“ ist oder nicht, hauptsache ich bin für ihn da – ein Leben lang.


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